GdP: Übergriffe machen fassungslos

Erstellt am Montag, 07. April 2014

Eutin - Mit Entsetzen hat die Gewerkschaft der Polizei auf die Verletzung zweier Polizisten in Eutin in der vergangenen Woche reagiert. Die beiden Beamten waren Mittwochabend Opfer einer brutalen Attacke von vier betrunkenen Randalierern und dabei verletzt worden. 

 

„Derartige Übergriffe gegen Polizisten machen immer wieder fassungslos. Bei diesem Angriff, dem unflätige Beschimpfungen gegenüber den Beamten und Bedrohungen gegen deren Familienangehörige vorausgegangen waren, wurde wieder mal in erschreckender Weise vor Augen geführt, welchem Aggressions-, Gefahren- und Gewaltpotenzial Polizisten im Streifendienst ausgesetzt sind“,  konstatierten Thomas Gründemann, Mitglied im Landesvorstand der Gewerkschaft der Polizei, sowie Jörn Löwenstrom, Vorsitzender der Regionalgruppe Lübeck-Ostholstein.
 

Vor allem sei dieser Fall zudem ein exemplarisches Beispiel dafür, dass die Intensität der Angriffe gegen Polizisten spürbar zugenommen habe. Auch hinterließen solche Vorfälle bei den betroffenen Beamten oft Spuren. Die Attacken gegen den 46-jährigen Beamten und seinen jüngeren Kollegen würden unterstreichen, wie richtig die Entscheidung des Innenministers und der Polizeiführung sei, sich des Themas der Gewalt gegen Polizisten intensiver anzunehmen.
 

„Gleichermaßen bedeutsam ist es aber auch, diese Angriffe gegen die Kollegen angemessenen zu sanktionieren“, so Gründemann und Löwenstrom. Es bleibe zu hoffen, dass am Ende des Strafverfahrens ein deutliches Zeichen gesetzt werde, dass der Rechtsstaat und die Gesellschaft derartige Angriffe gegen Polizeibeamte nicht ansatzweise tolerierten. Jeglicher Verharmlosung von verbaler wie körperliche Gewalt gegen Polizisten müsse energisch widersprochen werden. Auch ohnedies sehe die Gewerkschaft der Polizei den angekündigten Personalabbau bei der Polizei mehr als kritisch. „Es ist vielmehr angezeigt, den Personalbestand zu erhöhen“, so Gründemann und Löwenstrom.

 

Erleichtert nehme man jedoch zur Kenntnis, dass die Leitung der  für die Stadt Lübeck und den Kreis Ostholstein  verantwortliche Polizeidirektion Lübeck nur selten und mit der nötigen Sensibilität und Augenmaß an die Schließung von Dienststellen im ländlichen Bereich herangehe. Sonst bestünde die Gefahr, dass der ländliche Polizeidienst ähnlich entblößt werde wie im Plöner Nachbarkreis, so die beiden Gewerkschafter.

 

Text: Thomas Gründemann

 
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