GdP beklagt Anstieg von Gewalt gegenüber Polizeibeamten

Erstellt am Freitag, 02. März 2018

Kiel - Die Gewerkschaft der Polizei beklagt einen weiteren Zuwachs von Gewaltdelikten gegenüber Polizisten. 1.307 Attacken gegen Ordnungshüter weist die Statistik für das vergangene Jahr aus. Dabei handelt es sich hier überwiegend um Widerstandshandlungen im engeren Sinne nach den Paragrafen 113 und 114 des Strafgesetzbuches und um Rohheitsdelikte. Betroffen von den Gewaltdelikten waren demnach 2.607 Beamte. Insgesamt waren 306 Polizisten verletzt worden, sechs davon schwer. Die Zahlen stammen aus Antworten von Innenminister Hans-Joachim Grote auf eine Anfrage des Landtagabgeordneten Jörg Hansen (FDP).

„Das sind nach wie vor steigende Zahlen, die alarmierend sind und uns große Sorgen machen“, stellt Torsten Jäger, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), fest. Im Jahr 2016 waren noch 1.268 Gewaltdelikte bei 2.443 betroffenen Beamten erfasst worden. 
An insgesamt 414 Tagen fehlten Beamte, weil sie aufgrund einer Verletzung bei Widerstandshandlungen dienstunfähig waren (2016: 517). „Viele Kolleginnen und Kollegen melden sich auch nach eigenen Verletzungen wegen der zu dünnen Personaldecke bei der Polizei frühzeitig in den Dienst zurück. Von daher sind diese Zahlen nur bedingt aussagekräftig“, gibt Jäger zu bedenken. 

Leicht rückgängig sind dagegen die Zahlen bei den Strafanzeigen von Polizisten wegen Widerstandshandlungen. So standen im vergangen Jahr 679 Strafanzeigen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte (736 in 2016) zu Buche. Mit 431 Verfahren sind dagegen die von den Beamten angezeigten Straftaten wegen Körperverletzung bei der Ausübung dienstlicher Maßnahmen angestiegen (422 in 2016).

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