Dienstpostenbewertung

Erstellt am Dienstag, 05. Februar 2013

GdP sieht bisherigen Diskussionsstand zur Dienstpostenbewertung mit Skepsis

 
Kiel. Was ist die Arbeit in der Landespolizei Schleswig-Holstein wert? Eine Frage, die aktuell bei der Gewerkschaft der Polizei diskutiert wird. Die Skepsis der GdP ist in den beabsichtigten Veränderungen bei der Dienstpostenbewertung begründet.
Derzeit liegen Pläne des Personalreferenten der Landespolizei vor, die bislang separat geführten Dienstpostenbewertungen von Schutz-, Wasserschutz- und Kriminalpolizei sowie der Allgemeinen Dienste zu einer gemeinsamen Stellenbewertung zusammen zu führen. Dieses Vorhaben ist jedoch allein nicht das Problem. Die Gewerkschaft der Polizei sieht aber in den geplanten Veränderungen der Dienstpostenbewertung viele Fallstricke.

„Es kristallisiert sich immer mehr heraus, dass mit der Zusammenführung der Dienstpostenbewertung gleichzeitig auch gravierende Korrekturen an der jetzt bestehenden Reihung verursacht werden“, erklärt Oliver Malchow die Aufregung in der Landespolizei. So zeichnet sich ab, dass die bisherige Bedeutung der Führungsverantwortung als Bewertungsmerkmal bei Dienstposten des gehobenen Polizeivollzugsdienstes „abgeschwächt“ und parallel dazu die die sogenannte Fachlichkeit „angehoben“ werden soll. Damit werden die Generalisten in der Polizei, die die polizeiliche Arbeit im Wesentlichen prägen, künftig schlechter bewertet als bislang. 
Auch wenn das nicht der Ansatz des Personalreferenten sei, ist laut Oliver Malchow zu befürchten, dass der Polizeiberuf insgesamt über die veränderte Dienstpostenbewertung abgewertet wird. So steht unter anderem an, dass viele bisherige „F“-Dienstposten in „G“-Dienstposten abgewertet werden sollen. Die Kienbaumstudie (1991), wonach der Wach- und Wechseldienst und dabei vor allem die Tätigkeit des Funk- und Streifendienstes nach ihrer Art und Belastung dem gehobenen Dienst zuzuordnen ist, hat mehr denn je Bedeutung, denn die Tätigkeiten sind mittlerweile noch anspruchsvoller geworden. Verschärft wird die Situation auch noch durch eine spürbare Zunahme der Gewalt gegen Polizeibeamte.
 
„Aus Sicht der GdP muss es trotz ungünstiger Rahmenbedingungen zu einer Umkehr kommen. Die Schwierigkeit der Arbeit muss sich auch in der Bewertung widerspiegeln. Eine Verschlechterung wird der tatsächlichen Situation nicht gerecht“, konstatiert Oliver Malchow. Die Dienstpostenbewertung ist auch Thema einer Diskussionsveranstaltung des BDK und der GdP, die am Dienstag, 5. Februar 2013, von 15.30 Uhr bis ca. 17.00 Uhr im Bürgerhaus Kronshagen, Kopperpahler Allee 69, 24119 Kronshagen. Jürgen Anhalt, Personalreferent der Landespolizei, wird Rede und Antwort stehen. Oliver Malchow und Andreas Kropius werden die Landes-GdP vertreten.
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