Tarifpolitische Information

Erstellt am Mittwoch, 18. Juli 2012

 


Höher- und Herabgruppierung

 

Für viele Beschäftigte ist die Nachvollziehbarkeit einer Höhergruppierung auch gerade nach dem Tarifrecht des TV-L sehr schwierig. Bei der Höhergruppierung gemäß § 17 Absatz 4 TV-L ist nichts mehr relevant, was im alten Recht eine Rolle spielte, wie z. B. das Lebensalter.

Bei einer Höhergruppierung wird den Beschäftigten eine höherwertige Tätigkeit vom Arbeitgeber übertragen.Eine Herabgruppierung ist die Eingruppierung in eine niedrigere Entgeltgruppe, die aus verschiedenen Gründen erfolgen kann. Eine solche kann z. B. zur Korrektur eines Bewertungsirrtums vorgenommen werden. Hier erfolgt die Stufenzuordnung immer stufengleich, was bei der Höhergruppierung nicht der Fall ist.

Bei einer Höhergruppierung soll die/der Beschäftigte in der neuen Entgeltgruppe derjenigen Stufe zugeordnet werden, diemindestens ihrem/seinem bisherigen Tabellenentgelt entspricht (mindestens Stufe 2), d. h. es kann keine Verschlechterung bzw. kein Verlust eintreten.  Die/der Beschäftigte beginnt in der neuen Entgeltgruppe nicht in der Stufe 1. Wichtig ist immer, an den Garantiebetrag zu denken, der zum Tragen kommt, wenn der Unterschiedsbetrag zwischen dem „bisherigen“ Tabellenentgelt und dem „neuen“ den Garantiebetrag unterschreitet.Bei einer Höhergruppierung über mehrere Entgeltgruppen muss in jeder Entgeltgruppe eine fiktive Zuordnung vorgenommen werden, bis man die Entgeltgruppe erreicht hat, in der die Höhergruppierung stattfinden soll.

Beispielrechnungen zur Verdeutlichung sind der vollständigen Pressemeldung als pdf-Dokument zu entnehmen.

 

 


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